Der Zoo ist eher klein, überzeugt jedoch durch seine sehr gepflegte Anlage und die Vielfalt an Tieren. Zu bestaunen gab es unter anderem Berberlöwen, Pumas, Landschildkröten, Kängurus, Uhus, Schleier- und Schneeeulen, ein Kamel, Wildschweine, Waschbären, Berberaffen sowie verschiedene Aras.
Am Kassahäuschen wurden wir von Herrn Wüest, dem gelernten Tierpfleger und Leiter des Zoos, empfangen. In seiner Begleitung durften wir die Anlage erkunden und erfuhren viele spannende und informative Details über die Tiere. Besonders eindrücklich war die Information, dass der letzte frei lebende Berberlöwe bereits 1943 erlegt wurde und diese Art heute nur noch in Zoos zu finden ist. Ein besonderes Erlebnis war, dass wir sogar eine abgebrochene Löwenkralle sowie einige Haare aus der Mähne anfassen durften.
Die Landschildkröten waren bereits aus dem Winterschlaf erwacht und gemütlich im Gras unterwegs. Etwas traurig ist die Situation beim Kamel, dessen Partnerin kürzlich trotz tierärztlicher Betreuung bei der Geburt ihres Jungtiers verstorben ist. Der Zoo bemüht sich nun, eine neue Partnerin für das Kamel zu finden.
Auch bei den Waschbären gab es Spannendes zu beobachten: Herr Wüest musste besonders leise sein, da die Tiere seine Stimme gut erkennen. Sobald sie ihn hören, klettern sie blitzschnell in die Bäume und entziehen sich der Reichweite.
Ein weiterer lehrreicher Moment betraf die Esel. Wir erfuhren, warum der Ausdruck «sturer Esel» eigentlich ungerecht ist. Im Gegensatz zu Pferden bleiben Esel bei Gefahr stehen, um die Situation zu überdenken – ein kluges Verhalten, das sie vor Unfällen schützt. Wer also als «sturer Esel» bezeichnet wird, darf dies durchaus als Kompliment für besonnenes Handeln verstehen.
Zum Abschluss der Führung liess sich sogar noch ein Wildschwein kraulen, bevor wir uns von Herrn Wüest verabschiedeten. Anschliessend genossen wir auf dem grossen und schönen Spielplatz einen Zvieri und konnten uns nochmals richtig austoben, bevor wir die Rückreise antraten.
Es war ein vergnüglicher, lehrreicher und erlebnisreicher Nachmittag, der allen noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Leitung: Katharina Peter, Katechetik, Mitarbeit Diakonie, Esther Morf, Katechetik